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esuch bei Micha & Claudi in Flein
onnabend 28. 10. 2006 - Die Ankunft
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Der Tag der Anreise, ist ja bekannter Maßen nicht gerade Spannend. Bis auf die Tatsache, dass sich Horschtl um ne halbe Stunde verspätet hat und wir kurz vor unserem Ziel im Stau standen, gibt es von der Anfahrt tatsächlich nicht viel zu berichten.
Nach dem wir es dann doch endlich bis zu Micha vor die Tür geschafft haben (übrigens durch eine geniale Wegbeschreibung von Claudi), führte uns der erste Weg in den Kofferraum, um uns schnell drei Porter zu schnappen. Diese brauchten wir zum Mittagessen, welches Micha gerade zubereitete.
Bis wir dann endlich mit essen fertig waren, es gab übrigens Nudeln, die Wohnung der beiden inspiziert hatten und einen kleinen Verdauungsspaziergang durch Flein unternahmen, war es auch schon wieder Zeit Claudi vom Bahnhof abzuholen, was wir dann auch taten. Langsam aber sicher wurde es auch schon wieder Zeit
für etwas Essbares. Also begaben wir uns zurück in Michas & Claudis Wohnung, wo wir dann das lecker selbst gemachte Würzfleisch der beiden aßen. Mehr gibt es auch nicht zu berichten, außer das wir uns noch einen schönen Abend gemacht haben.
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onntag 29. 10. 2006 - Weiber, Römer und Genuss
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An diesem Tag wollten wir uns einige Burgen der Umgebung ansehen, geschafft haben wir dann aber doch nur relativ wenig. Unser erstes Ziel war die kleine Stadt Weinsberg mit dazugehöriger Burg. Wir haben relativ schnell einen Parkplatz gefunden, also schnell raus aus dem Auto
und ab in Richtung Burg. Dabei kamen wir an einer kleinen Kirche vorbei, an der wir natürlich nicht vorbeigehen konnten, ohne sie uns etwas genauer anzusehen, was wir dann auch taten. Danach verließen wir den Kirchhof durch ein kleines steinernes Tor und wir gelangten auf einen
kleinen Weg mitten durch die Weinberge hinauf zur Burg "Weibertreu". Die Burg wurde im 10 Jahrhundert erbaut und gelangte ab 1140 in den Besitz der Herren von Weinsberg, wo sie auch bis ins Jahr 1450 blieb. Danach wanderte sie in den Besitz der Pfalz, der Württemberger und schließlich
in den des Landes Österreichs.
Am 16. April 1525 (Ostersonntag) wurde die Burg im Zuge der Bauernkriege geschliffen, angezündet und ausgebrannt. Danach begannen die Herzöge von Württemberg die Burg zur Bastion auszubauen. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Burg von den Bürgern nur noch als Steinbruch genutzt.
Wie kam die Burg zu ihrem Namen: Kurz zusammengefasst, wurde die Burg belagert und eingenommen. Der Sieger hatte Mitleid mit den Frauen
der Besiegten und gestattete ihnen, mit dem was sie tragen konnten die Burg zu verlassen. Jedoch entschieden sich die "Weiber"
nicht für Hausrat, sondern schulterten Ihre Ehegatten und verließen mit ihren Männern auf dem Rücken die Burg, die so ihrem Schicksal entkamen.
Nachdem wir die Burg ausgiebig begutachtet haben, sind wir langsam
aber sicher den Weg wieder zurück gelaufen, wo uns eine große Hinweistafel ins Auge sprang
auf der auch ein Römischer Gutshof und Badehaus verzeichnet waren. Das machte uns die Entscheidung recht leicht, was unser nächstes Ziel war. Da es auf der Karte relativ Nah wirkte, entschieden wir uns zu Fuß dorthin zu laufen. Nach ungefähr 10 Minuten Fußweg kamen wir dann auch
schon an. Interessant ist das Ganze aber sicher nur für Leute die ein gesundes Bewusstsein für Geschichte haben, also waren
wir dort wohl genau richtig. Außer ein paar Grundmauern und Überreste der Heizung war dort wirklich nicht zu sehen, doch trotzdem waren wir von der Technik und dem Wissenstand der alten Römer so
fasziniert, dass wir uns dort eine ganze Weile aufhielten und versucht haben, uns die Funktionsweise der Heizung vorzustellen.
Nachdem wir auch dort fertig waren, entschieden wir uns langsam mal in Richtung Heimat zu fahren, wo eigentlich ein Festmahl auf uns warten sollte.
Doch leider hatten die Kartoffeln für die Klöße nicht die gewünschte Konsistenz um daraus Klöße machen zu können. Nun entschieden wir, schnell neue Kartoffeln aufzusetzen und später zu essen. Als die Kartoffeln endlich gut waren, schnappten wir uns noch einmal unsere
sieben Sachen (diesmal inkl. Claudi) und brachen auf, um Burg Stettenfels noch innerhalb der Öffnungszeiten zu erreichen, was uns aber leider nicht gelang. Aber wie das Schicksal so manchmal ist, war wenigstens der Biergarten noch auf und so tranken wir noch etwas, bevor wir endgültig
zurück fuhren und endlich auch den Festschmaus mit Klößen genießen konnten.
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onntag 30. 10. 2006 - Der Weg ist das Ziel...
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An diesem Tag stand Stuttgart auf dem Programm. Klingt eigentlich nicht so toll, war aber trotzdem ein Erlebnis. Nach dem wir Claudi im Geschäft abgeladen hatten, programmierten wir unseren Kurs neu und steuerten ohne größere Probleme Stuttgart an.
Das Auto ließen wir am Rande des Schlossparkes stehen, was den einfachen Grund hatte, das dieser kostenlos war. Schnell hatten wir unsere Sachen im Rucksack verstaut
und so liefen wir langsam in Richtung Stadt. Kurz nachdem wir die Parkanlage betreten hatten, sahen wir auch schon Schloss Rosenstein vor uns liegen. Dieses betrachteten wir aber nur von Außen und so liefen wir erst einmal weiter durch den Rosensteinpark.
Weiter ging es dann durch den eigentlichen Schlossgarten Stuttgarts, vorbei an dem alten Lusthaus, dem Planetarium und der Stuttgarter Oper. Nachdem wir diesen kurzen Fußmarsch hinter uns gebrachten hatten, sahen wir endlich das Neue Schloss vor uns liegen.
Erbaut wurde diese barocke Residenz von Herzog Karl Eugen im Jahre 1746, doch fertig gestellt wurde es zu seinen Lebzeiten nicht mehr, dies geschah erst endgültig im Jahre 1807. Leider ist das Schloss nur im Rahmen von Sonderführungen zu besichtigen, also
machten wir die üblichen Schnappschüsse und widmeten unsere Aufmerksamkeit dem Alten Schloss.
Da dieses ja fast nebenan steht, war der Weg dahin auch nicht wirklich schwierig. Das alte Schloss wurde schon ab ca. dem Jahre 950 als Burg genutzt und wurde
erst 1553 zum Renaissance-Schloss ausgebaut. Heute beinhaltet es das Landesmuseum Württemberg und im Südwestflügel die Schlosskirche. Unter der Schlosskirche ist in der Königsgruft die Grablege von König Karl I. und Königin Olga.
Da uns der Eintritt für das Museum etwas zu viel war, entschieden wir uns noch etwas durch die Stadt zu laufen, wobei uns Micha dort noch die ein oder andere Ecke zeigen konnte. Wie zum Beispiel eine kleine Kirche, deren Name und genauere Geschichte
ich jetzt aber leider nicht kenne, aber wir haben ja ein paar Bilder davon gemacht und vielleicht sagt mir ja in nächster Zeit noch jemand etwas dazu. Langsam aber sicher lief uns die Zeit davon, also ging es zurück zum Auto.
Wohl oder Übel musste jedoch das kommen, was kommen musste: Ein Biergarten mitten auf unserem Weg. Na dann erstmal Prost! Danach ging es aber gleich weiter in Richtung Michas alte Wohnung, die er uns auch noch kurz von Außen zeigte.
Endgültig zurück zum Auto gelangten wir über den Friedhof, der gleich gegenüber Michas alter Wohnung liegt. Endlich angekommen, mussten wir feststellen, dass der Weg des kurzen Aufenthaltes in Stuttgart etwas mehr als 25 km betrug.
Ist eine ordentliche Leistung, obwohl wir eigentlich schon längere Touren hinter uns hatten. Da wir aber noch Zeit hatten, steuerten wir auch gleich unser nächstes Ziel an: Das Residenz-Schloss in Ludwigsburg.
Kaum angekommen, mussten wir feststellen, dass wir genau die Zeit erwischt hatten, an der die alljährliche Kürbisaustellung stattfand und das Schloss dem entsprechend voll war. Parkplätze waren daher etwas rar gesät und wir mussten erst einmal
ein Weilchen danach suchen. Endlich hatten wir dann einen gefunden, also ging es in Richtung Schlosspark, wo uns schon die nette
Eintrittsschranke anlächelte. Da wir ja wissen wie Gras und ein paar Brunnen aussehen, liefen wir dann weiter außen am Park vorbei und gingen zum Vordereingang des Schlosses hinein, wo auch das Panorama das ihr in der Gallery betrachten könnt
entstand. Da uns die Zeit langsam davon lief, konnten wir leider nur die kleine Schlossführung für uns in Ansprach nehmen. Diese führt durch die Räume des "Carl-Eugen-Appartement". Dieses wurde im Stil des Rokoko eingerichtet und bietet den
optimalen Rahmen für alte französische Möbel. Zum Schloss allgemein gibt es zu sagen, dass es im Jahre 1704 erbaut wurde. Die Gärten waren bis ca. 1800 total verwahrlost, so das sie Herzog Friedrich II von Württemberg, mit englischen Stilelementen,
neu anlegen ließ. In dem Zeitraum zwischen 1994 - 2004 wurde das Schloss restauriert und so musealen Nutzung zugänglich zu machen. Nach unserer kurzen Tour durch das "Carl-Eugen-Appartement" war es auch schon Zeit Claudi von Arbeit abzuholen, was wir auch taten.
So fuhren wir mit lauter neuen Eindrücken wieder in Richtung Flein, wo wir den Tag natürlich gemütlich ausklingen ließen.
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ienstag 31. 10. 2006 - Samhain Shoma... oder: Was man nicht im Kopf hat...
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Eigentlich war der Tag dazu gedacht, Regale an die Wände zu Schrauben also mussten wir nach der ein oder anderen technischen Besprechung in den Baumarkt fahren.
Da dieser aber nicht unser einziges Ziel war, schrieben wir einen großen Zettel, was wir unbedingt einkaufen bzw. erledigen mussten.
Wir sattelten also unsere Pferde und ritten dem Sonnenuntergang entgegen
um uns unserem ersten Ziel zu nähern... Dem Elektronikfachgeschäft! Ja, das ist natürlich kein Baumarkt, aber Horschtl wollte unbedingt noch eine Lavalampe kaufen.
Also rein in den Laden und direkt die Lampenabteilung angesteuert, doch dann der Schock: Es gab´ keine Lavalampen. Leise fluchend verließen wir die Welt der Lampen und wir kamen an einem kleinen Regal vorbei
an denen uns zauberhafte Musik entgegenschwebte. Plötzlich blieb Micha stehen und fing an wild zu gestikulieren: "Da, das ist das Küchenradio was ich schon lange haben wollte"
sprach er und packte sich gleich eins ein. Auch Horschtl war von diesen Spielzeug für die Küche so begeistert, dass er sich gleich auch eins mit nahm. Also stolz wie Bolle (ja, das ist ne Anspielung!) liefen wir zur Kasse
und bezahlten unsere erbeuteten Schätze. Nun ging es in Richtung Baumarkt um die Hacken und Dübel für die Regale zu besorgen, natürlich mussten wir auch in die Abteilung für Leuchtmittel
um nach Horschtls Lampe zu schauen, doch hatten wir wieder keinen Erfolg. Weiter ging es in die Holzabteilung, wo sich Micha noch ein Brett zu recht sägen lassen musste.
Kaum hatten wir das alles geschafft, mussten wir noch ein paar Kleinigkeiten für das Weißwurstfrühstück am nächsten Tag einkaufen. Nachdem alles soweit im Auto verstaut war, segelten wir
wieder in heimische Gewässer. Schnell hatten wir uns unserer Last entledigt und schon mussten wir den nächsten Schock über uns ergehen lassen, das Bier reicht nicht!
Zum Glück mussten wir eh nochmals los um Weizenbier *pfui* für das Weißwurstfrühstück zu organisieren. Zum Glück hatte Micha in Erfahrung bringen können, das eine heimische Brauerei
Bier direkt abfüllte. So nahmen wir also ein großes 5-Liter-Bieraufbewahrungsgerät und ritten wieder einmal der Sonne entgegen. Diesmal mussten wir aber kurz halten um auch noch den leeren Kasten
den wir eingepackt hatten zu befüllen (ratet mal mit was ;) ) und noch an einem weiteren Lampengeschäft zu halten. Und tatsächlich, ein Wunder, es gab für Horschtl eine Lava... ähm ich meine... Magmalampe.
Endlich hatten wir auch das erledigt, nun mussten wir nur noch einmal in einen Laden rein um ein paar Bilder zum entwickeln abzugeben. Tja und wie es halt kommen musste, hatte wir was vergessen und schon standen wir wieder im Laden um den Rest auch noch zu kaufen.
Jetzt ging es, nach dem wir endlich alles hatten, weiter nach Heilbronn (es war inzwischen ziemlich spät geworden), um schnell das Bier bei der Brauerei zu holen und Zwischenstation an der Killianskirche zu machen.
Im Jahr 741 wird im Zuge des Übergangs zum Bistum Würzburg erstmals eine Michaels-Basilika in Heilbronn erwähnt. Diese war dem damals populären Erzengel
Michael geweiht, der seit dem 5. Jahrhundert insbesondere an Bergheiligtümern verehrt wurde. Die Basilika war in der Zeit der Franken am für die Stadt namensgebenden Brunnen errichtet worden und wuchs mit der sie umgebenden Stadt. Um 1270
wurden der ursprünglich dreischiffigen, Basilika mit einschiffigem, östlich gelegenen Chor zwei seitliche Chortürme angesetzt. Im 13. Jahrhundert wurde die Kirche auf Veranlassung des Bistums dem Heiligen Kilian geweiht, der in Würzburg
gewirkt hatte. Das Bauwerk wird seit 1297 als Killianskirche bezeichnet. Am interessantesten erscheint mir an der Kirche wohl der Holzaltar, der komplett geschnitzt ist. Danach mussten wir auch schon wieder los um bei Micha noch schnell einen Kaffe zu trinken, bevor wir Claudi
vom Bahnhof abholen mussten. Diesmal fuhr ich aber nicht mit, sondern entspannte bei ausreichender Körperpflege.
Am späteren Abend kamen noch ein paar Freunde der beiden vorbei und wir machten mal wieder ein kleines Feuerchen, in das sich der Micha natürlich nicht gern reinpfuschen ließ.
Michas Kollege brachte eine Wasserpfeife mit, an der wir alle genussvoll zogen und leckeren Glühwein tranken. Irgendwann, so kurz vor Mitternacht, kamen wir auf das Thema Skat spielen und
schneller als wir schauen konnten saßen wir auch schon gemeinsam am Tisch und reizten uns bis zur totalen Erschöpfung. Alles in Allem war es ein schöner und gemütlicher Abend. Die Regale
hingen übrigens bis zu dem Zeitpunkt immer noch nicht an der Wand!
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ittwoch 01. 11. 2006 - Romanik oder Gotik, ein ewiges Rätsel
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Nachdem wir in der Nacht ja relativ lang munter waren, schliefen wir an diesem Morgen etwas länger und konnten so erst kurz vor Mittag unser wohlverdientes Weißwurstfrühstück zu uns nehmen.
Danach hatten wir auch schon wieder Hummeln im Ars**, also stiegen wir erneut ins Auto und fuhren unser heutiges Tagesziel
an, das UNESCO Weltkulturerbe Kloster Maulbronn. Wer auf Mauern, Stein und Baukunst steht, ist dort recht gut aufgehoben, was die Bilder in der Gallery ja eindrucksvoll unter Beweis stellen. Als wir also dort ankamen und wir den großen Klosterhof
mit all seinen Nebengebäuden (unter anderem Rathaus, Polizei,...) betreten hatten, war der erste Weg die Infotafel um uns einen groben Überblick zu verschaffen. Schnell stellten wir jedoch fest, dass eine Führung wohl die bessere Alternative zum Selbsterkunden ist.
Also ab in die Information, wo man uns gleich erklärte, dass gleich eine Führung beginnen würde. Also schnell noch die Eintrittskarten organisiert und schon haben wir uns an dem Startpunkt der Führung begeben, so das wir nach einsammeln sämtlicher Prospekte, die Führung durch das Kloster genießen konnten.
Diese begann im Nebenraum der Information, wo uns kurz anhand eines Models erklärt wurde, wo was und warum auf dem Gelände steht. Danach ging es quer über den Hof, hinein in das eigentliche Kloster, welche heutzutage noch ein Internat beherbergt.
Der erste Weg führte uns in die beidruckende Kirche, die eine dreischiffige Basilika ist und ab dem Jahre 1147 zunächst im romanischen Stil erbaut wurde. Ein romanischer Lettner (hölzerne oder steinerne Barriere) trennt die Laienkirche, den so genannten Bruderchor von der Mönchskirche, dem so genannten Herrenchor.
Eine weitere Besonderheit in der Kirche, stellt das steinerne Kruzifix dar, an dem der Künstler wohl 30 Jahre gearbeitet hat. Weiter ging die Führung unter anderem in die Brunnenkapelle (erbaut im 14. Jahrhundert) wo der alte Waschbrunnen untergebracht ist. Die Kapelle kann man allerdings nur über den Kreuzgang betreten,
in dem all die gestorbenen Äbte des Klosters begraben liegen. Andere Stationen der Führung führten uns in das Herrenrefektorium, dem Speiseraum (Refektorium) der Mönche, das Laienrefektorium, das Calefactorium (eine Art backofenförmiges Gewölbe), das Parlatorium (Sprechraum, in dem die Mönche miteinander reden durften)
und diversen anderen Räumlichkeiten. Unter anderem auch ein Kellerraum, in dem einige handwerkliche Arbeiten am Kloster erklärt wurden. Nachdem wir uns nach der Führung auch frei im Kloster bewegen konnten und so in Ruhe noch ein paar Bilder schießen konnten (leider nur auf Film, da der Akku der Digicam schlapp gemacht hat),
wanderten wir in Richtung Klostermauer, die man über eine steile Treppe besteigen konnte. Außerdem besuchten wir noch den Klosterladen, in der Hoffnung man findet noch ein kleines Souvenir. He, ich hab es ja tatsächlich geschafft, nicht ganz so viele geschichtliche Daten einzubauen... dafür ist der Text aber doch ganz schön lang geworden.
Ich möchte hier aber trotzdem noch mal darauf hinweisen, dass das Kloster Maulbronn seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und sich ein Besuch auf alle Fälle lohnt.
Nachdem wir das Klostergelände also verlassen hatten, stiegen wir ins Auto um uns kurz zu beraten wo es als nächstes hingehen sollte. Schnell entschieden wir uns für eine kleine Burg, mit dem Namen Ravensburg. Viel kann ich diesmal allerdings nicht u der Burg sagen, den viel gab es dort nicht zu sehen.
Das einzige was man erwähnen könnte, ist der begehbare Turm und die Aussicht über das weite Land, das sich in den herrlichsten herbstlichen Farben präsentierte. Vielleicht bekome ich ja zu der Burg noch von Micha, Claudi oder Horschtl ein paar Infos, die waren ja schließlich mit. Hat sich aber durch den Ausblick
aber trotzdem gelohnt. Nun ging es wieder in unser Quartier, wo wir kurzerhand beschlossen, noch einen Tag dran zu hängen um die Gegend zu zweit unsicher zu machen. Den Abend gestalteten wir übrigens mit "Herr der Ringe", einen Film den ich langsam nicht mehr sehen kann. Dementsprechend zeitig war ich auch im Bett.
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onnerstag 02. 11. 2006 - Knastbrüder, Gruften und die tücken der Technik
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Bevor ich anfange von dem Tag zu erzählen, muss ich euch darauf vorbereiten, dass es von diesem und dem nächsten Tag noch keine Bilder gibt, ich hoffe Horschtl bekommt den Film bald voll, damit ich die Bilder noch nachreichen kann.
Nun aber zum Wesentlichen, der nächste Tag begann recht früh, da Claudi und Micha ja auf Arbeit mussten. Also fuhren wir erst einmal einkaufen, damit wir den Tag über auch was zu essen haben. Danach ging es recht ziellos auf die Autobahn, wo uns bald
eine Infotafel verriet wie unser nächstes Ziel hieß. Also runter von der Autobahn und unserem Ziel entgegen, dem Hohenasperg. Vor uns lag eine beeindruckende Bastion, nur eins wunderte uns, der Stacheldraht der überall zu sehen war. Dieses Rätsel
löste sich aber recht bald, als wir das große Verkehrsschild vor uns sahen: Zufahrt zum Zentralkrankenhaus für den Baden-Württembergischen Strafvollzug. Gut, das man nicht vor einem großen Tor stand, also liefen wir die ewig lange Auffahrt hinauf und standen
auf einen Plateau mit einer Infotafel über die Geschichte der Bastion. Ich versuche diese nun mal kurz wiederzugeben: Der Hohenaspach diente ca. 500 v. Chr. als keltischer Fürstensitz, 500 nach Chr. wurde die Burg fränkischer Herrensitz. Erstmals urkundlich erwähnt
wurde der Asperg dann 819 und im Jahre 1519 wird die Burg durch den Schwäbischen Bund belagert und ein paar Jahre danach wurde die Burg weiter ausgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg 1634 bis 1635 von einer württembergisch-protestantischen Besatzung,
verstärkt durch schwedische Truppen, gegen eine Belagerung durch kaiserliche Truppen verteidigt. Die Belagerung endet schließlich mit der Übergabe an die kaiserlichen Truppen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg geht die Festung wieder in württembergischen Besitz über.
Seit 1894 befindet sich auf dem Hohenasperg ein Gefängnis für den zivilen Strafvollzug. So, das war mal ein grober Überblick von mir. Man kann übrigens hoch laufen und um die Mauer laufen, was auch wir taten. Da man ja nicht in das Gefängnis gelangen kann (also nicht als Tourist),
entschieden wir uns ein neues Ziel zu suchen. Wie der Zufall es so will, fiel uns auf dem Parkplatz eine Wanderkarte auf, auf der verschiedene keltische Orte verzeichnet waren. Unteranderem auch das Keltenmuseum und das Fürstengrab in Hochdorf.
Da man ja faul zu faul ist, auf eine Straßenkarte zu schauen, programmierten wir also unser Navigationsgerät, in der Hoffnung, das es uns schnell und sicher ans Ziel bringen wird. Nichts ahnend fuhren wir los und eine halbe Stunde später kamen wir tatsächlich in Hochdorf an.
Doch zur unserer Verwunderung, war kein Keltenmuseum weit und breit zu sehen. Da wir ziemlich verwirrt waren, fuhren wir die nächste Tankstelle an um uns nach dem Weg zu erkundigen. Langsam aber sicher wurde uns klar, dass wir irgendwie falsch sein mussten, was uns dann ziemlich schnell bestätigt wurde.
Doch dank der Hilfe eines Mannes und seinem Navigationsgerät, wurden wir darauf aufmerksam gemacht, das es doch gleich 4 Dörfer gibt die so heißen. Nun nahm ich also doch die Straßenkarte zur Hand und fand auch ziemlich schnell das richtige Hochdorf, welches wir auch gleich in das Navi eingaben.
Eine halbe Stunde später kamen wir dann an und zwar einem Nachbarort der Burg Asperg. Auch mit falsch fahren kann man einen Tag rum bekommen... nur leider war es ja ein Fehler von uns, wir hätten ja nur das Navi ordentlich bedienen müssen. Das Museum war dann tatsächlich gut ausgeschildert und so ging
unser Museumsbesuch in die entscheidende Phase. Zu dem Museum gibt es nicht viel zu sagen, ihr wisst ja selbst wie so ein Museum aussieht. Erwähnenswert für einige (okay, ich den da eher an eine) ist vielleicht, das ich Horschtl angewiesen habe ein paar Bilder von der Gewichtswebstuhl-Replik zu machen.
Nach ein paar Stunden hatten wir alles soweit durch und wirk konnten noch ein Gastgeschenk für Claudi und Micha aussuchen. Weiter ging es im Programm, mit dem Keltengrabhügel der ja im selben Ort wie das Museum lag. Auch darüber gibt es nicht viel zu berichten, wer sich einen grasbewachsenen Hügel mit einem Stein oben
darauf vorstellen kann, der weiß jetzt wie ein keltisches Fürstengrab aussah. Der innere Ausbau ist schwer zu erklären und würde auch an dieser Stelle zu weit führen.
Nun ging es zurück nach Flein, wo wir unbedingt herausfinden wollten wo die Feuerwache liegt um Micha beim dortigen Hauptmann anzumelden. Nach einer etwas längeren und wiederholten Fahrt durch die Gassen von Flein entdeckten wir sie endlich und wir konnten nach einem Dienstplan oder einen Ansprechpartner suchen.
Doch wieder einmal machte uns das Schicksal einen Strich durch die Rechnung, weder war jemand zu sehen noch hing irgendwo ein Dienstplan aus. Unsere nächste Idee war im Rathaus nach dem Hauptmann zu fragen, doch dieses hatte schon geschlossen. Kaum waren wir wieder unterwegs, klingelte auch schon mein Handy und Micha teilte
uns mit, das er Feierabend hat und gleich zu Hause ist. Kaum kamen wir bei Micha an, stand er auch schon neben uns und wir gingen nach oben, wir hatten ja schließlich noch die Regale, die wir ja Dienstag schon anbringen wollten. Gesagt, getan! Da so etwas ja immer dauert, verging die Zeit rasend schnell und es wurde auch schon Zeit
Claudi vom Zug abzuholen. Damit war der Tag auch schon vorbei (klingt das jetzt als hätte Claudi was damit zu tun???), nach einem guten Essen und einer weiteren qualvollen Stunde "Herr der Ringe" musste ich einfach ins Bett gehen.
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reitag 03. 11. 2006 - Der Abschied
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Nun war es also soweit, der Tag de Heimreise war angebrochen. Wie auch schon am Tag zuvor war es morgens etwas hektisch, da die beiden ja ins Geschäft mussten.
Zum Glück war Claudi so lieb und hat uns den Abend zuvor noch ein paar Scheiben Brot, Tomaten, Wurst und Eier für die Fahrt zu recht gemacht, so das wir die paar
Minuten die uns geblieben waren auch noch genießen konnten. Nachdem wir uns auch noch Kaffee (mit Milch und Zucker, widerlich sag ich euch) für die Fahrt gekocht hatten, konnte es
also in Richtung Heimat gehen. Die Verabschiedung fiel recht knapp aus, da die Deutsche Bahn ja immer pünktlich ist und Claudi ihren Zug nicht verpassen wollte.
Wieder einmal gibt es von der Fahrt nicht viel zu berichten, nur das wir kurz an einer Brücke hielten, die mir mächtig hoch erschien. Weiter ging es also Richtung
Heimat, wo wir am frühen Nachmittag und nach schneebedeckten Landstrichen auch ankamen. Ich für meinen Teil habe nur meine Koffer in die Ecke geworfen und mir einen gemütlichen Resttag gemacht.
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as Fazit
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Am Ende bleibt noch zu sagen, dass es eine schöne Zeit bei den Beiden war und man eine Menge Eindrücke und Erinnerungen sammeln konnte.
An dieser Stelle möchte ich den beiden nochmals für ihre Gastfreundlichkeit und die schönen Ausflüge bedanken.
Was den Text angeht, den ich hier im Angesicht meines Schweißes geschrieben habe, so seht mir bitte nach, das ich bestimmt nicht alle Rechtschreib- und Grammatikregeln beachtet habe.
Weiterhin muss ich dazu sagen, dass der Inhalt des Textes nur einen Bruchteil dessen wiedergeben kann, was man wirklich erlebt, gefühlt und genossen hat. Da müsst ihr wohl selbst mal den
ein oder anderen Ort besuchen, um euch ein paar Eindrücke zu verschaffen. Sollte ich mich außerdem in ein paar historischen Fakten getäuscht, oder etwas Wichtiges vergessen haben, so
sagt mir bitte bescheid, damit ich es ändern kann. Was das Keltengrab betrifft, so werde ich mich irgendwann noch einmal hinsetzen und euch das anschaulich erklären.
Bevor ich euch jetzt noch mehr mit sinnlosem Text zuschreibe, mache ich mal lieber Schluss.
Bis zum nächsten mal!!!
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